Die meisten Gäste hatten keine Bilder dabei, aber Luca sagte sie können auch ihren Namen auf ein Zettel schreiben. Prompt war an den Wänden vor lauter Iconen der Musik, und Revolutionsgeschichte kein Platz mehr.

Es war ein wunderschönes Fest, aber möglicherweise waren Lucas mexikanische Voodoo Künste unter europäischen Einfluss etwas verweichlicht, oder Gandhi, Maikel Jackson und Jesus standen einfach nicht auf Studenten Parties. Wir trafen keine Geister.

Andreas Wald.png

Die unsichtbaren Mexikaner

 

Ich studierte in Amsterdam an einer internationalen Schule und wohnte wesentlich besser als meine Freunde. So war in meiner Wohnung immer Neujahr: persisch, jüdisch, chinesisch…. wer auch immer etwas zu feiern hatte, tat das bei mir. 

Luca Sala.jpg

Und so sah ich auch dem selbst für Mexikaner kleinen Luca zu, wie er mein Leben in des Fest der Toten umdekorierte.

 

Er sagte ich könne Verstorbene einladen, in dem ich ein Bild von ihnen aufstelle und kleine Geschenke dazu lege. Ich mußte an meinen Zeichenlehrer und Mentor Andreas Wald denken. Ich lebte in New York als er plötzlich an einem Herzanfall verstarb und konnte mich nie von ihm verabschieden. Ich kaufte ihm das Champanger unter dem Haschisch.

Maria, eine Griechin, die ein paar Tage bei mir wohnte und ich mochte das mexikanische Ambinte und so ließen am nächsten Morgen alles so hängen. In der Nacht hatte ich einen komischen Traum. Ein transparentes sehr dickes Wesen saß auf meiner Bettkante. 

 

Ich wußte es war Andi, doch so mochte ich ihn nicht. Er streckte einen sehr langen dünnen Finger nach mir aus und versuchte meine Schulter zu berühren. Ich wollte das nicht. Ich drehte mich um und dachte: "Luca hat gesagt die sind total nett und ich schlafe jetzt einfach weiter."

Doch da saß er auf der anderen Seite meines Bettes und streckte wieder sienen langen Finger nach mir aus. Blitzschnell drehte ich ihm wieder meinen Rücken zu. Doch prompt schaß er wieder vor mir. Wir spielten dieses Spiel so lange bis ich einschlief. 

 

Maria kam morgens verschlafen in die Küche: „Was war hier los? Die Wohnung war voll! Ein Kommen und Gehen …. eine Party keines gleichen.“ 

 

Ich rief Luca an, ihn irritierte das gar nicht, er sagte nur es sei seine Schuld, die Europäer hätten ihn durcheinander gebracht, denn sie feiern Halloween ein Tag früher. Die mexikanische Nacht der Toten sein erst gewesen, als wir komischen Besuch bekamen. "Aber warum habt ihr denn nicht die Fenster geöffnet? Dann gehen die doch." „Luca, magst Du mir die Details das nächste mal im Voraus erzählen?" 

 

Ich legte auf und ab da an war Schluss mit multikulti in meiner Wohnung. Womit immer meine Kommulietonen kamen: „Ne, macht mal euer isländischen Nikolaus, wo nicht brave Kinder von sieben kleinen Zwergen gegessen werden ohne mich. Viel Spaß.“

 

Eine halbe Ewigkeit später in Mexiko Stadt überspannten Luca den Bogen erneut. Das sein Land auf allen Ebenen mit dem Tod befreundet ist, steht ausser Frage, aber Außerirdische? 

 

Ich hatte die Theorie, dass die Ägypter und Mayas ihre Pyramiden mit Hilfe von Aliens gebaut haben, wogegen die Griechen die Demokratie ganz alleine erfunden haben, immer für Ausdruck europäischer Arroganz gehalten. Das nun mexikanische Designer, Literaten, Diplomaten und Dr. der Philosophie, von dem letzterer in charmanten Deutsch Gothe zitierte und mir Emanuel Kant erklärte, an grüne Männchen glaubten, irritierte mich. 

 

"Naja, das ist schwer zu erklären, wir fühlen uns dem Kosmus näher als ihr Europäer"

An der südliche Grenze, einer Limbo zwischen Hölle und Paradies lernte ich einen Asteken kennen. Das seine Vorfahren mit Aliens in Verbindungen standen war für ihn so selbst verständlich, dass er sich das auch gleich ins Gesicht taatoowiert hat. 

_MG_6718.JPG

Eines Nachts zeigte er mir einen der Gründe dafür. 

Über uns, zwischen Papaja Bäumen leuchtete ein rissiger Stern, kleine Lichter entfernen sich davon, wie auf einer Schnurr oder einer belebten Autobahn. Da machte mein deutscher Ratzio Knacks. 

 

Flugzeuge oder Satelliten hatte ich so etwas nie tun sehen. Drogen hatte ich in Mexiko nicht genommen. Mich interessiert auch gar nicht, was Wissenschafter und Allioauten dazu sagen, es war ein geheimnisvolles Geschenk. 

Eine romantische Vorstellung, dass evl doch fern von Internet Quatsch zwischen Dschungeln und Pyramiden, noch Geheimnisse existieren. Ich kenne das von frühster Kindheit an, in meiner Heimat kann man Dinge anfassen, aber sobald ich Afrika oder Latein Amerika betrat fing ich nicht nur an zu glauben, was mir die Menschen dort erzählten, ich konnte es sehen. 

Und Luca hatte für all das eine logische Erklärung: "Ich halte es für unwahrscheinlich, dass wir der einzig belebte Planet sind. Das die zu uns fliegen ebenfalls. Aber für den Fall das, na ist doch klar wo die landen! Natürlich in Mexiko!" 

IMG_2774.jpeg
Sylvester Stallone_Maielin van Eilum_Helge Timmeberg_Cover_6.jpg